Reise in den Westen von Frankreich – die Stadt Nantes

Nantes liegt im Westen von Frankreich in der Region Loire Atlantique, gehörte aber früher zur Bretagne und wird stark mit dieser Region assoziiert. Deswegen wird es auch als „Tor zur Bretagne“ bezeichnet. Mit seinen ca. 500.000 Einwohnern ist Nantes die sechstgrößte Stadt in Frankreich.
Bei Reisen in die Bretagne, sollte unbedingt auch ein Besuch in Nantes eingeplant werden. Hier treffen sich die Flüsse Loire und Erdre, weswegen man die Stadt auch mit dem Boot erkunden kann. Allerdings ist das quirlige Zentrum recht beschaulich und man kann alles zu Fuß erreichen.
Wenn man von Deutschland aus nach Nantes reisen möchte, empfiehlt es sich, von Paris aus den TGV zu nehmen, der für die ca. 380 Kilometer nur etwas mehr als 2 Stunden benötigt. Nantes hat auch einen eigenen Flughafen, allerdings verkehren Flüge aus Deutschland meist über Paris.
Vom Bahnhof aus kann man bequem in 10 Minuten ins Zentrum laufen. Dabei kommt man am Schloss, dem „Château des ducs de Bretagne“ vorbei, was man unbedingt besichtigen sollte. Alle anderen Sehenswürdigkeiten sind vom Schloss aus in 5 bis 10 Minuten Fußweg zu erreichen. In unmittelbarer Nähe des Schlosses, etwas höher gelegen, findet man die Kathedrale „Saint Pierre“. Von hier aus kann man einen Spaziergang durch die schmalen Gassen des Bouffays, dem mittelalterlichen Stadtkern Nantes, mit vielen kleinen Geschäften, Kneipen und Restaurants unternehmen. Übrigens gibt es hier auch sehr viele Crêperien, in denen man die herzhaften Galletes oder die süßen Crêpes probieren kann. Geht man weiter, erreicht man den Place du Commerce, ein großer Platz mit zahlreichen gemütlichen Cafés und Marktständen. Ganz in der Nähe befindet sich die „Passage Pommeraye“, eine historische Einkaufspassage.
Übrigens ist Nantes nicht nur einen Ausflug wert. Das „Time Magazine“ hat Nantes 2004 zur lebenswertesten Stadt Europas gekürt.